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St. Peter-Ording - Das Highlight an der Nordseeküste
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An der Westspitze der Halbinsel Eiderstedt gelegen, ist das Nordseeheil- und Schwefelbad St. Peter-Ording eines der attraktivsten Urlaubsziele der schleswig-holsteinischen Nordseeküste - gebettet in eine herrliche, abwechslungsreiche Landschaft aus Meer, Strand, Dünen, Vorland, Wald und naturgeschützten Salzwiesen. Eine riesige Sandbank prägt hier den Küstenverlauf; vielfältige Kuranlagen und Solequellen zieren das Stadtbild, und rund 100 Kilometer Wanderwege durchziehen die die angrenzten 350 Hektar Wald.

Historisch ist St. Peter-Ording aus mehreren Ortschaften zusammengewachsen, die heute die Ortsteile Ording, Bad, Dorf, Böhl und Süderhöft bilden. In der Geschichtsschreibung erstmals erwähnt wurde Sankt Peter im Jahre 1373, als die historische Kirchengemeinde den Hamburger Kaufleuten sicheres Geleit für ihr Land gewährte. Im eigentlichen Sinne handelte es sich hierbei um den Namen der Kirche des mittelalterlichen Dörfchens Ulstrup. Dieses hatte aber durch Sandflug bereits einen großen Landverlust zu beklagen, und sein Gotteshaus gelangte durch einen spektakulären, 1445 auf dem Kirchenvorplatz ausgetragenen Gerichtsprozess um den Verbot von Fehde und Bluttrache landläufig zu weit größerer Bekanntheit. Von Ulstrup sprach niemand mehr, und der Kirchenname St. Peter setzte sich auch für das gesamte Ortsgebiet durch. Die verheerende Sturmflut von 1553 bedeutete für die heutigen Ortsteile Süderhöft/Böhl die Aufgabe ihrer Eigenständigkeit.
Der Zusammenschluß Ordings und St. Peters geht auf den kirchlichen Verbund aus dem Jahre 1867 zurück. Zehn Jahre später wurde in den Dünen zwischen St. Peter und Ording das erste Hotel errichtet, was als Grundsteinlegung des heutigen Badzentrum gilt. Noch bis 1864 stand die Region unter dänischer Oberherrschaft, die damals bis zur Eider reichte. Erst 1867 wurde St. Peter-Ording Teil der Preußischen Provinz Schleswig-Holstein.

Das heutige St. Peter-Ording zählt in etwa 4100 Einwohner, hinzukommen etwa 3200 Menschen, die ihren Zweitwohnsitz in dem charmanten Friesenort gemeldet haben. Trotz St. Peter-Ordings unmittelbarer Nähe zum Meer konnte die Gemeinde im Laufe der Geschichte nie zu wirklicher Bedeutung als Hafen oder Fischerort gelangen. Grund dafür ist der starke Sandflug - ein großes landwirtschaftliches Problem, dem sich die Region ausgesetzt sieht. Der historische Kirchenbau Ordings musste im Laufe der Jahrhunderte zweimal ostwärts verlagert werden, weil durch den enormen Landverlust der Einsturz drohte. Dies machte auch jeden Versuch eines Hafenbaus zu einem hoffnungslosen Unterfangen, weil durch die starke Versandung die Seezufahrt schon bald nicht mehr befahrbar war. Die versandeten, unwirtlichen Äcker machten in vergangenen Zeiten das Gebiet zu einem der ärmsten entlang der Küste.
So war es auch nicht der Fischfang, mit dem sich viele der unglücklichen Bauern ein Zubrot verdienten, sondern das Strandlaufen. Entlang des 12 km langen Strandes fand sich nach der Flut allerlei Strandgut, das die Strandlöper nach kleinen Schätzen, wie brauchbarem Holz, Bernstein oder unbeschadeten Flaschen und Fässern mit Wein und Schnaps absuchten. Etwas dieser müßiggängerischen Mentalität, seinen Lebensunterhalt mit Spazierengehen zu verdienen, schreibt man den Küstenbewohnern noch heute zu.

Erst in den 1870ern, mit der Erkenntnis, dass sich die Stärken der Region – die eindrucksvolle Landschaft, die gesunde Luft , die einzigartige Schwefelquelle - hervorragend für den Tourismus nutzen lassen, kehrte Wohlstand ein in St. Peter-Ording. Inzwischen steht der Ort wirtschaftlich an der Spitze Eiderstedts. Der Strand ist heute umsäumt von aufragenden Pfahlbauten, die dem Meer trotzen und verhindern, daß der Sand ein Raub des Wassers wird. Sie sind heute eines der Wahrzeichen St. Peter Ordings. Ein weiteres ist der 1892 errichtete Böhler Leuchtturm, der anfangs lediglich als Tagessichtzeichen diente und erst 1914 mit einer Laterne aufgestattet wurde. Großer Bekanntheit und Beliebtheit erfreut sich auch das 1968 eröffnete Meerwasserwellenbad, das seit seiner Erweiterung 1997 zur Dünen-Therme seinen Badegäste vielfältigste Erholungsmöglichkeiten in atemberaubenden Wassererlebniswelten und Saunalandschaften bietet. Die hölzerne Seebrücke, einmaliger Blickfang des Ortes, wurde kürzlich - nachdem sie seit ihrer Erbauung 1926 etwas in die Jahre gekommen war- durch eine neue, imposante Stahlkonstruktion ersetzt, die über eine Länge von mehr als einem Kilometer über die geschützten Salzwiesen hinweg vom Ortskern zum Strand führt. Die umfangreiche Beleuchtung des eleganten, sechs Meter breiten Baus erhellt eindrucksvoll den nächtlichen Strandhimmel.

St. Peter-Ording ist heute ein wichtiges Rehabilitations- und Erholungszentrum. Bereits 1913 entstand das erste Sanatorium. Genesung versprechen die gesunde Seeluft und heilenden Thermalbäder. Aus diesem Grunde haben sich bis heute zahlreiche Kliniken angesiedelt. Der Ort lebt vom Fremdenverkehr und dem Kurbetrieb, es finden sich kleine und mittelständische Handel- und Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen gibt es selbstverständlich nicht.
Bekannt ist der Friesenort neben seinen zahlreichen hochwertigen Kurmöglichkeiten zudem für sein außerordentlich kinderfreundliches Freizeitangebot. Traditionell führt es viele Schüler auf ihren Klassenfahrten hierher. Zudem zieht es jedes Jahr unzählige Sportbegeistere an St. Peter-Ordings Strände, in den Wellen tümmeln sich Wind- und Kitesurfer, durch den feinen Sand preschen Strandsegler und Kitebuggies. Nicht zuletzt als Drehort der TV-Serie "Gegen den Wind" gelangte St. Peter-Ording in den 90er Jahren zu seiner großen Bekanntheit.
Aktuell verzeichnet das Nordseeheil- und Schwefelbad Übernachtungszahlen zwischen 2,2 und 2,4 Millionen pro Jahr.
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